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Sorry? Ich verstehe nicht!

Heut ist es mir ein Anliegen, mich noch einmal mitzuteilen.

Wie und wie lange wir heut zu Tage einen Menschen betrauern, liegt an dem Verwandtschaftsgrad. Wie viel Zeit wir zum verarbeiten brauchen, können andere besser einschätzen als man selbst. Man Trauert natürlich länger um seinen verstorbenen Vater, als um den verstorbenen Opa. Das liegt doch klar in der Hand (oder nicht?). Und wenn der Vater gestorben ist, wissen andere die Ihren Vater auch schon verloren haben, wie es einem geht. Obwohl ich glaube das viele eine andere Beziehung zu ihren Vater hatten als man selbst, waren doch alle immer gleich. Wir haben vielleicht 1 bis 2 Tage Zeit um uns von unseren Verwandten zu verabschieden, nachdem sie einen 22 Jahre lang oder 27 Jahre, begleitet haben. Alles ist genormt, funktionieren ist kein Problem.

Hinzu kommt, das jeder auf die gleiche weise Trauert. Alle brauchen gleich viel Zeit, egal ob er jetzt 10 Km entfernt gestorben ist, oder 600 Km. Das spielt keine Rolle. Danach fragen wir nicht, weil es nicht Ausschlag gebend ist.

Auch ob es vielleicht der letzte angehörige ist, der verstirbt... auch ob in dieser Zeit jemand bei einem ist oder nicht, das spielt alles keinen Rolle. Manche lenken sich mit der Arbeit ab, manche überfordern sich, andere fallen in ein tiefes Loch, andere brauchen Therapie. Wie man sieht, alle gehen gleich damit um.

Wenn von meiner Frau jemand aus der Familie oder bekannten Kreis stirbt, kann mir das ja egal sein. Weil es mich nicht betrifft. Ist ja nicht mein bester Freund gewesen. Es ist auch Zeitverschwendung für meine Frau da zu sein, wenn ja sonst auch NIEMAND IN DIESEM MOMENT BEI IHR IST. Bringt ja alles nichts (angeblich).

Allgemein finde ich das in der EHE, jeder für sich ALLEINE trauern sollte.
Warum sollte man in der Zeit wo jemand stirbt, überhaupt für andere da sein? Ganz allein ist wichtig, das ANDERE einen verstehen warum man sich in dieser Zeit so egoistisch verhält und nur an sich und die Trauerzeit denkt.

Dieses hier ist kein Text der von Schwarzem Humor zeugt oder ein schlechter Witz ist. Ich möchte nur erzählen wie es einem manchmal gehen kann, wenn man ein wenig sauer auf der System oder enttäuscht von der heutigen Zeit ist.

Dies ist nur ein Ansatz von dem was passiert ist und wie ich mich heute fühle. An die Vernunft anderer Menschen, an die Rücksicht anderer Menschen, an das Mitgefühl anderer Menschen.

Danke das alle sich gegenseitig fragen, wie wir alle mit Trauer umgehen.

mit freundlichem Gruß
29.5.15 14:26
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


renasia / Website (29.5.15 14:49)
Hallo,

ich denke es kommt drauf an wie stark man dem gegenüber verbunden ist, mein Cousin z.B hat gar nicht um seine Mutter getrauert ( welche ihn in´s Heim gegeben hatte), ich habe nacht viel vor mich hin getrauert, als mein Vater verstarb. Und habe die Trauer oft zugelassne beim Musik hören etc.

Lg Rena

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